Yogadschungel und ist Yoga ein Sport?

TG204731_20220928103740 • 18. Februar 2026

Yogadschungel und ist Yoga ein Sport?

Yogastunden sind so unterschiedlich wie wir Menschen. Manche sind sehr anstrengend, bei manchen bekommt man gefühlt einen Knoten in den Körper, bei anderen fühlt man sich kaum gefordert. Woher kommt das?


Modernere Formen des Yoga haben unterschiedliche Stile hervor gebracht

  • Vinyasa-Yoga
  • Jivamukti-Yoga
  • Asthanga-Yoga
  • Power-Yoga
  • Anusara-Yoga
  • Yin-Yoga
  • Somatisches-Yoga
    ....


Besonders als Yoganeuling blickt man kaum durch und weiß nicht auf was man sich einlässt. Grundsätzlich jedoch gibt es zwei Hauptströmungen.


Es gibt Flowyoga, welches die Körperhaltungen fließend miteinander verbindet. Dazu zält z.B. Vinyasa-Yoga, Jivamukti-Yoga und Power-Yoga. Sie sind eher fordernd und mit schnelleren Wechseln der Körperhaltungen verbunden. Oftmals tun sich Anfänger hier schwer oder richten sich nicht korrekt aus (was unter Umständen Verletzungsgefahr bedeuten kann). Insbesondere Power Yoga ist eher schweißtreibend und es wird zudem auf Spiritualität bewusst verzichtet. Die Yogatsilemit schnelleren Wechseln sind eher neuzeitlicher entstanden.


Die zweite Strömung sind Yogastile mit statischer Ausrichtung. Anusara und Asthanga Yogastunden sind z.B. eher haltend und beschäftigen sich mit sehr präziser Ausrichtung. Asthanga-Yoga ist dabei sehr fordernd was die Beweglichkeit angeht. Hier muss ich noch dazu sagen, dass eigentlich in den Yogaschriften Asthanga-Yoga den 8-stufigen Pfad des Yoga beschreibt, welcher viel mehr beinhaltet als die Körperhaltungen. Beide Stile für anfänger schwierig sein. Auch klassische Stile wie z.B. Sivananda Yoga sind eher haltend. Sie bieten den Vorteil, dass auch Anfängerversionen angeboten werden.


Auch zu den statischen Stilen gehört  das Yin-Yoga. Hier geht es darum Yin-Yoga die Fazien durch langes Dehnen zu lösen. Kraft braucht es hier eher nicht. Hilfsmittel wie z.B. Blöcke helfen Anfängern die Dehnung lange zu halten auch wnen sie och nicht so flexibel sind. Und ganz mordern gerade somatisches Yoga. Dies ist auch eher sanftes langsames Yoga -oft ähnelt es dem Yin-Yoga- bei dem zuätzlich bewusst in den Körper hinein gespürt wird udn versucht wird im Körper festsitzende Emotionen zu lösen.


Flowyoga wird oft als Vinyasa-Yoga ausgeschrieben, wobei die haltenden statischen Stile meist als Hatha-Yoga bezeichnet werden. Streng genommen fällt jedoch alles was Körperhaltungen beinhaltet unter den Begriff Hatha Yoga, wenn man mal in die Schriften schaut.


Wie sieht es nun aus mit der Anstrengung? Darf Yoga anstrengend sein?


Hier habe ich während meines Yogawegs grundsätzlich zwei Strömungen in der Yogawelt beobachtet:

--> Die eine Seite der Yogalehrenden sagt, lieber gar nicht anstrengen weil wir haben genug Stress und durch die Anstrengung wird der Stress nicht abgebaut sondern verstärkt.

--> Die andere Seite der Yogalehrenden sagt, erst durch die Anstrengung kann man effetkiv Stress abbauen


Also ehrlich mich hat es zunächst während meine Yogalehrere-Ausbildung verwirrt. Ich habe bereits sanfte Stunden unterrichtet. Dies hat seine Berechtigung und führt in eine tiefe Entspannung. Ich habe auch schon kräftigende Stunden unterrichtet und die Teilnehmer meldeten mir zurück, dass sie dadurch ihren Körper richtig gut spüren konnten und es toll fanden. Für mich selber ist es ebenfalls so, dass ich meinen Körper wahrnehmen möchte, deshalb mag ich kraftvolle Haltungen. Aber ich ich möchte nach einer Yogastunde auch nicht völlig fertig und totel verschwitzt herauslaufen. Für mich persönlich ist hier der Mittelweg am besten. Anstrengung ja aber auch Entspannung.


Ist nun Yoga ein Sport?

Auch wenn man mit Yoga den Körper kräftigen kann ist Yoga so viel mehr als Sport. Im Yoga üben wir bewusst zu atmen und den Atem zu kontrollieren. Dadurch können wir mithilfe des Atems Stress effektiv reduzieren. Wir nennen die Atemkontrolle im Yoga Pranayama. Das klassische Pranayama ist für mich eines der wertvollsten Tools im Yoga um zur Ruhe zu kommen.


In einer Yogastunden haben wir den Vorteilé, dass wir kräftigen, dehnen und die Wirbelsäule in alle Richtungen bewegen. Eine gute Yogastunde wirkt ausgleichend auf den gesamten Körper. Durch Druck auf den Bauch stimulieren wir zudem die inneren Organe.


Auch das Hineinspüren in den Körper hilft uns einen bessere Beziehung zu unserem Körper aufzubauen. Nach und nach nehmen wir den Körper besser wahr z.B. merken, dass wir die Zähne zusammen beißen im Stress und gegenwirken und so verspannungen vielleicht umgehen. Auch die Atmeübungen helfen im Alltag den Geist schnell zu beruhigen und Stress abzubauen.


Yoga ist somit für mich ein ganzheitliches Tool für eine bessere Lebensbewältgung. Ein reiner Sport wie viele denken ist es für mich nicht. Eher auch eine Selbsterfajrung auf ganzer Ebene...

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